Historia Occidentalis ist ein Magazin, herausgegeben von John Vincent Palatine über neuere mitteleuropäische Geschichte, hauptsächlich basierend auf der Chronologie seines Buches „The Little Drummer Boy“ [Englisch, Deutsche Nationalbibliothek http://d-nb.info/107928706X, ISBN 978-3-00-050788-5 / Text hier, siehe auch Link im Hauptmenü oben rechts]. Dieses Magazin in Form eines Blogs ist mit vielen Originaldokumenten bzw. Einträgen auf Wikipedia und anderen Quellen verlinkt, hat individuelle Grafiken, Bilder und Titelbilder zu jedem Beitrag und ein durchsuchbares Schlagwortverzeichnis. Die Artikel sind, wie aus der unteren Galerie und im Hauptmenü ersichtlich, thematisch in sechs Kategorien sortiert. Die originale englische Version dieses Magazins, “History of the West”, finden Sie hier. Bitte fühlen Sie sich auch herzlich zu unserer gleichnamigen Facebook-Gruppe “History of the West” eingeladen und lesen Sie den vollständigen Text von “The Little Drummer Boy” auf diesem Link kostenlos.

Dieses Magazin behandelt hauptsächlich die mitteleuropäische Geschichte des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts (1871 bis 1923), ist aber nicht darauf beschränkt. Es beginnt chronologisch mit einem Überblick über die Geschichte des europäischen Imperialismus von Caesars Rom bis Bismarcks Zweitem Deutschen Reich – einer Zusammenfassung mitteleuropäischer Geschichte vom Römischen Reich über das Mittelalter bis etwa AD 1871 – bevor es zum Thema von Adolf Hitlers Jugend und Adoleszenz in Österreich übergeht. Die folgenden Schwerpunkte sind die Vorgeschichte und Geschichte des Ersten Weltkriegs, und seine revolutionären Nachwirkungen bis 1923, dem Jahr des Hitlerputsches.

Der Hauptteil beginnt mit einer „Historia“ – einer Untersuchung – der Großmachtpolitik nach dem Berliner Kongress von 1878, der nachfolgenden Entwicklung der europäischen Allianzsysteme DreibundEntente Cordiale  und Triple Entente ab 1890, der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo und der erschreckenden diplomatischen Unfähigkeit, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 führte, gefolgt von einer Analyse der wichtigsten Operationen des Krieges und einem Blick auf den Russischen Bürgerkrieg von 1917 bis 1924.

In unregelmäßigen Abständen taucht auch Adolf Hitler in der Schilderung dieses Dramas auf. Er zieht im Mai 1913 von Wien nach München und dient als Gefreiter (Private First Class) von 1914 bis 1918 an der Westfront. Er taucht am Vorabend der Revolution vom November 1918 wieder auf, welche die deutsche Monarchie abschafft und die erste deutsche Republik etabliert. Nach dem kurzlebigen Experiment der bayerischen Räterepublik im Frühjahr 1919 arbeitet er als Agent in München für den zwielichtigen Hauptmann Karl Mayr, den Leiter des bayerischen militärischen Nachrichtendienstes.

Im September 1919 besucht Hitler eine Versammlung einer kleinen politischen Partei, die etwa fünfzig Mitglieder umfasst und sich „Deutsche Arbeiterpartei“ nennt. Trotz des sozialistischen Etiketts ist die Partei nur eine winzige, rechtsgerichtete und nationalistisch-autoritäre Gruppe von Kleinbürgern, die an einem akuten Mangel an neuer Ideen und populären Rednern leiden und sich – in gemeinsamen Bedauern über die Ungerechtigkeit des Lebens – in verrauchten Münchner Bierkellern treffen.

Adolf Hitler schließt sich der kunterbunten Truppe an und wird schließlich – im Jahre 1921 – ihr Vorsitzender. Durch aufpeitschende Reden, rabiaten Antisemitismus und Predigten über einem neuen deutschen Volksstaat gewinnt die Partei rasch Anhänger und die Legende des „Führers“ wird geboren. Zwei Jahre später hat er die Mitgliederzahl der Partei auf über 20.000 alleine in München vergrößert und versucht, am 8. und 9. November 1923, sich an die Macht in Deutschland zu putschen …

(Alle Beiträge Copyright John Vincent Palatine © 2015 – 2019)

Aufrufe: 9311